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HistorieBearbeiten

Die Portland Trail Blazers spielen bereits seit 1970 in der NBA. Ihre erste Saison beendeten die Blazers mit ihren damaligen Stars Geoff Petrie und LaRoy Ellis mit einem Rekord von 29:53. Die nächsten jahre veränderte sich die Lage der Blazers nicht wirklich. Doch bereits sieben Jahre nach ihrem Eintritt in die NBA gewannen die Trail Blazers ihren ersten und bislang einzigen Titel, nachdem sie im Finale 1977 die Philadelphia 76ers nach einem 0:2 Rückstand in der Serie noch mit 4:2 schlagen konnten. Dies war gleichzeitig der überhaupt erste Einzug in die Playoffs für die Blazers. Die besten Spieler zu dieser Zeit waren Bill Walton als Center und Maurice Lukas als Forward. Im jahr darauf schied man im Conference Semifinal gegen die Seattle SuperSonics aus. Danach ging es wieder bergab für das Team aus Portland. Man erreichte zwar in den nächsten Jahren immer die Playoffs, doch das Team blieb immer vom Verletzungspech verfolgt. Führungsspieler waren reihenweise verletzt oder wechselten.

In Erinnerung vieler NBA Fans blieb allerdings der Draftpick der Trail Blazers von 1984. Dort wählte man an Nummer 2 den Center Sam Bowie und verzichtete damit auf Charles Barkley, John Stockton und allen voran auf Michael Jordan, der dann nach Chicago ging. Dieser Draftpick gilt noch heute als der vielleicht schlechteste Pick, den man machen konnte, da sich Bowie in den folgenden Jahren nicht wirklich entwickelte und von Verletzungen verfolgt wurde, während Michael Jordan zum neuen Superstar der NBA aufstieg.

So gestalteten sich die 80er Jahre nicht wirklich erfolgreich für die Trail Blazers, die zwar immer wieder in die Playoffs kamen, aber auch immer früh ausschieden. Besonders prägend war hierbei die kurze Ära von Coach Mike Schuler, die unter keinem guten Stern stand. Unter ihm stellte das Team zwar Scoring-Rekorde am laufenden Band an, jedoch verteidigte man eigentlich gar nicht mehr. Zudem traf Schuler einige kontroverse Personalentscheidungen und wurde nach einer ganz miesen Saison 1988 entlassen. Neuer Coach wurde Rick Adelman.

Dieser leitete einen Wechsel ein. Center Sam Bowie wurde getradet, ebenso wie einige andere Rollenspieler der Blazers. Dafür trat Veteran Buck Williams seinen Dienst in Portland an.

Die frühen 90er und die Ära Rick Adelman gelten bis heute als die wohl erfolgreichste Zeit in Portland neben dem Titel 1977. 1990 kehrte man zum ersten Mal wieder in die Finals zurück, wo man den Detroit Pistons 1:4 unterlag. Im anschließenden Jahr scheiterte man im Conference Finale an den Los Angeles Lakers. 1992 wiederum erreichte man die Finals und verlor dort gegen die Chicago Bulls. Der absolute Star im Team war Clyde Drexler, der sich im Final gegen die Bulls ein packendes Duell der Shooting Guards mit Michael Jordan lieferte.

Doch das Team zeigte langsam Alterserscheinungen. Die Führungsspieler wurden schneller müde und verletzten sich häufiger. Das bedeutete auch eine schlechtere Bilanz sowie ein Aus in der ersten Playoffrunde 1993. Nach einem weiteren Erstrundenaus wurde Coach Rick Adelman dann gefeuert. In dieser Zeit spielte sich auch der Sex Skandal der Blazers ab, bei dem mehrere Spieler der Blazers der Vergewaltigung bezichtigt wurden.

Die Mittneunziger waren geprägt von Executive Bob Whitsitt, der als Meister des Tradings galt und perfekt mit dem zu dieser Zeit neu geschaffenen Salary Cap umgehen konnte. Das Team wurde neu zusammengewürfelt und ein kompletter Rebuild fand statt. Die prägende Gestalt in dieser Zeit war Clifford Robinson, der schon vor der Umgestaltung bei den Blazers spielte.

Doch es stellte sich kein dauerhafter Erfolg bei den Blazers ein. Das frühe Aus in der ersten Runde der Playoffs war eigentlich schon vorprogrammiert. So wurde in der Off-Season 1996 wieder kräftig getradet. Point Guard Rod Strickland ging nach Washington im Tausch für Rasheed Wallace. Dazu holte man sich Guard Isaiah Rider und Point Guard Kenny Anderson. Im Draft zog man einen Highschool-Spieler mit Jermaine O'Neal. Doch auch diese radikale Umgestaltung brachte wieder nur ein Erstrundenaus mit sich, so dass Coach Carlesimo durch Mike Dunleavy ersetzt wurde.

In der Saison 97/98 schien in Guard Damon Stoudamire ein neuer Franchise-Player für die Blazers heranzuwachsen. Der Rooki Of The Year wurde schon damals mit Isiah Thomas verglichen. Eine Saison später 1999 erreichten die Blazers wieder das Conference Final, wo man allerdings mit 0:4 den San Antonio Spurs unterlag. In der Off-Season holte man sich im Tausch gegen einige Bankspieler Scottie Pippen von den Houston Rockets, wodurch man sich den Anfang einer neuen glorreichen Ära erhoffte. Mit der Line Stoudamire, Smith, Pippen, Wallace, Sabonis und 6th Man Grant griff man nach der Meisterschaft. Die Lakers waren allerdings im Jahre 2000 mit Kobe Bryant und Shaquille O'Neal zu stark für die Blazers. Und schon wieder tradeten die Blazers wie verrückt. 6th Man Grant wechselte nach Miami, Steve Smith nach San Antonio. Um Shaq zu verteidigen brauchten die Blazers außerdem schwerere und größere Spieler, weswegen man sich entschied Jermaine O'Neal im tausch für Bale Davis zu den Indiana Pacers zu traden. Dieser Trade gilt bisher als der vielleicht schlechteste Trade der Franchise-Geschichte, da O'Neal in indiana zur absoluten Führungspersönlichkeit und zum All-Star wurde, während Davis nie wirklich stark spielte. Folge davon war ein Sweep in der ersten Runde gegen die Lakers im Jahre 2001.

Daraufhin wurde Coach Dunleavy gefeuert, Maurice Cheeks wurde eingestellt. Außerdem draftete man in der Off-Season Zach Randolph. Das Ergebnis der neuen Saison war aber nicht neu, ein erneuter Sweep gegen die zu dieser Zeit alles überragenden Lakers. Die Saison 2002-2003 brachte den Blazers den Ruf der "Jail Blazers" ein, da das Team unter Coach Maurice Cheeks machte, was es wollte und immer mehr zu einem undisziplinierten haufen verkam. Point Guard Stoudamire wurde von Cheeks auf die Bank verbannt, Pippen lief als Point Forward auf. Zahlreiche Spieler hatten jedoch private Probleme oder waren auf dem Feld derart agressiv, dass sie sich Strafen einhandelten. Das Team schien völlig in sich zusammenzubrechen. Und so war nach der bitteren 3:4 Playoffsniederlage gegen die Dallas Mavericks klar, dass es so nicht weiter gehen konnte.

Maurice Cheeks blieb Trainer, doch in der Führungsetage wurde Steve Patterson neuer Präsdient, der mächtig Aufräumarbeit zu leisten hatte. Die Störenfriede wie Bonzi Wells und Rasheed Wallace wurden durch bravere Spieler wie Travis Outlaw, dem Sohn eines Polizeioffziziers, ersetzt. Dieser erneute Rebuild kam bei den Fans gut an, doch wurde das team dadurch schlechter. So erreichten die Blazers das erste mal seit 21 Jahren nicht die Playoffs. Dies bedeutete das Ende eines Rekordes. Noch immer sind die Blazers das Team, das am häufigsten hintereinander in den Playoffs stand.

Auch die folgenden jahre standen unter dem Zeichen des Neuaufbaus und verliefen wenig erfolgreich. Ruhe setzte auch nicht wirklich ein in Portland. Spieler wie Darius Miles machten immer wieder Unruhe und erhalten interne Sperren. Die immer schlechter werdenden Leistungen setzten Cheeks unter Druck, so dass dieser 2005 letztendlich gefeuert wurde.

Einige Monate später unterzeichnete der heutige Coach Nate McMialln seinen Kontrakt in Portland. Im Draft 2005 erhielten die Blazers Martell Webster, Linas Kleiza und Jarrett Jack. Der verletzzungsanfällige und faule Zach Randolph geriet immer mehr in die Kritik. Der Verletzungspech blieb den Blazers auch weiterhin treu, ebenso wie Skandalnudel Darius Miles, der offen zugab mit Alkohol im Blut zu spielen. Dies führte 2005-2006 zur schlechtesten Saison der Franchise-History und zum letzten Platz in der Liga.

In der anschließenden Draft-Lottery erhielt man den vierten Pick 2006. Diesen gab man allerdings an Chicago ab, erhielt dafür aber Pick 2 LaMarcus Aldridge von den [New York Knicks]] und Pick 6 Brandon Roy von den Minnesota Timberwolves. In der darauffolgenden Saison wurde Roy Rookie Of The Year und auch Aldridge konnte sich in den Vordergrund spielen. Zwar schlossen die Blazers noch immer weit unten ab, doch ließ sich nun erkennen, dass hier etwas heranwachsen könnte. Glücklicherweise erhielten sie im Draft 2007 den ersten Pick und wählten in Greg Oden einen Center vor Kevin Durant. Doch wie so oft hatten die Blazers wieder Pech mit Verletzungen und Oden fiel die ganze Saison aus.

Mittlerweile besitzt Portland eines der talentiertesten Teams der Liga und ist in zwei bis drei jahren ein ernsthafter Titelkandidat, wenn man von Verletzungen und schlechtem Trading verschont bleibt und die Mannschaft so zusammenbleibt.

Die ArenaBearbeiten

Rosegarden

Die Heimat der Portland Trail Blazers ist seit 1995 der Rose Garden, der für 262 Millionen US-Dollar für die Heimspiele der Trail Blazers gebaut wurde. Entworfen wurde er von der Achitekturfirma Ellerbe Becket. Er soll Portlands Ruf als Stadt der Rosen widerspiegeln und gilt akustisch als eine der besten Arenen in der NBA. Zu Basketballspielen finden 20.630 Zuschauer in der Arena Platz. Wegen der tollen Akustik ist der Rose Garden mittlerweile ein sehr beliebter Ort für Konzerte.





Portland coliseum

Die hervorragende Akustik kommt von einer einmaligen Konstruktion, mit der an die Lautstärke der alten Spielstätte der Trail Blazers angeknüpft werden sollte. Zuvor absolvierten die Trail Blazers seit ihrer Gründung alle Spiele im 1961 eröffneten Memorial Coliseum, welches auch schon als auch als eine der stimmungsvollsten Arenen der NBA galt. Hier feierten die Trail Blazers ihre einzige Meisterschaft und erreichten zwei NBA Finals. Unter den Fans erreichte die alte Arena Kultstatus. Sie war häufig die Festung der Trail Blazers und hier erlebte man viele packende Spiele. Auch wenn der Rose Garden nicht weniger stimmungsvoll ist, so wird es Jahre dauern bis er einen derartigen Status erreichen kann.



Der TrainerBearbeiten

Nate-large

Nate McMillan ist seit dem 7. Juli 2005 der Head Coach der Portland Trail Blazers. Er formte aus einem disziplinlosen Team ohne Charakter, ein junges erfolgsversprechendes Team innerhalb von drei Jahren. Portland ist seine zweite Station als Head Coach. Zuvor hatte er bereits die Seattle SuperSonics, für die er selbst zwölf Jahre lang spielte, trainiert und diese zum Northwest Division Titel 2005 geführt. McMillan ist ein junger und talentierter Coach und spiegelt damit das gesamte Konzept der Trail Blazers wider. Er gilt in Portland als einer der Hauptgründe für den Erfolg.

SpielerBearbeiten

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